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    Postkarte Neustadt (Wied)

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    Wiedtalbrücke um ca. 1939 mit Bahnhof Wiedmühle

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    Bahnhof Neustadt (Wied)

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    Bahnhof Neustadt (Wied)

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    Pfarrkirche St. Margarita

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    Bahnhof Neustadt (Wied) ca. 1961

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Die heutige Gemeinde Neustadt (Wied) setzt sich zusammen aus den Ortschaften Neustadt, Als-Au, Altenhütte Ammerich, Bertenau, Borscheid, Brüchen, Bühlingen, Dasbach, Dinkelbach, Ehrenberg, Eilenberg, Etscheid, Fernthal, Funkenhausen, Gerhardshahn-Ost, Gerhardshahn-West, Grube Anxbach, Grube Ferdinand, Grübelsberg, Grübelshof, Hammerhof, Hombach, Hombachsmühle, Jungfernhof, Kodden, Krummenau, Manroth, Mettelshahn, Mittelelsaff, Neschen, Neschermühle, Niederetscheid, Niederhoppen, Oberelsaff, Oberetscheid, Oberhoppen, Panau, Paffhausen, Prangenberg, Rahms, Rott, Rotterheide, Rüddel, Scharenberg, Steeg, Steinshof, Strauscheid, Telegraf, Thalhof, Unterelsaff, Vogtslag, Wahrenberg, Weißenfels, Wied, Wiedmühle, Wölsreeg.

Sie zählt rund 6.800 Einwohner.

Neustadt (Wied), dessen Geschichte eng mit der Burg Altenwied verknüpft ist, wurde im Jahr 1185 erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Neustädter Pfarrkirche ließen Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthilde 1229 errichten.

Nach dem Tode ihres Gemahls verkaufte Mechthilde von Sayn 1250 das Amt Altenwied mit den Kirchspielen Neustadt, Asbach und Windhagen an den Erzstift Köln. Die politische Zugehörigkeit zu Kurköln dauerte bis 1803.

Kirchlich war Neustadt stets dem Erzbistum Trier zugeordnet. 1254 erhielt die Abtei Heisterbach offiziell Patronats- und Zehntrecht.

Das erste bedeutende Adelsgeschlecht im Neustadter Raum waren die „Vögte von Panau“ im 14. Jahrhundert. Sie stellten auch 2 Äbte in Maria Laach. Ihnen folgte im 15. und 16. Jahrhundert die Familie „Munt von Neustadt“. Von der Burg Altenwied aus nahm sie richterliche Funktionen wahr.

Die Wappenzeichen beider Geschlechter bilden das Wappen der heutigen Gemeinde Neustadt (Wied). 


Seit dem 14. Jahrhundert war das Amt Altenwied wegen kurkölnischer Geldschwierigkeiten mehrfach verpfändet. So etwa 1449 bis 1533 an Nassau-Beilstein und 1563 bis 1664 an Isenburg-Grenzau. 1632 hinterließ das durchschreitende Schwedenheer schwere Verwüstungen. Es folgten die Raubzüge Ludwig XIV. Holländische Dragoner kamen 1803 nach Neustadt. Im gleichen Jahr wurde das Amt Altenwied durch den sog. „Reichssdeputationshauptschluss“ dem Fürsten zu Wied als Entschädigung für seine Landverluste in Lothringen übertragen. 1806 ging das Gebiet an den Herzog von Nassau und nach dem Wiener Kongress kam es 1815 zu Preußen. 1816 entstanden aus dem Amt Altenwied die Bürgermeistereien Neustadt, Asbach und Altenwied. 1823 wurde der Fürst zu Wied als Unterverwalter für den Bereich des ehemaligen Amtes Altenwied eingesetzt und 1843 die gemeinsame Bürgermeisterei Neustadt ab 1845 die Orte: Lorscheid, Vettelschoß, Elsaffthal, Bühlingen, Rahms und Neustadt.

Die erste Pfarrkirche, welche sich an der heutigen Hauptstraße befand, wurde durch den Neubau einer Kirche an der Wiedtalstraße ersetzt, deren Einsegnung 1873 nach vierjähriger Bauzeit erfolgte. Die Gemeinde Neustadt in ihrer heutigen Größe entstand 1969 durch Zusammenschluss der Gemeinden Neustadt, Bühlingen, Elsaffthal und Rahms. Durch die Auflösung des Amtes Neustadt wurde die Gemeinde 1970 der Verbandsgemeinde Asbach zugeordnet. 

Neustadt (Wied) ist Standort von Grundschule, Realschule plus und Gymnasium. Früher waren Viehhaltung, Weidewirtschaft, Ackerbau und Handwerk die Existenzmöglichkeiten der Bürger. Später kamen mehrere Basaltsteinbrüche hinzu, die vor einigen Jahren geschlossen wurden. Heute stellt sich Neustadt im Mittelpunkt des romantischen Wiedtals als Mischgemeinde mit aufstrebendem Tourismus dar. Eine Anzahl vorwiegend mittelständischer Industrie- und Gewerbebetriebe, die keine nennenswerte Umweltbelastung verursachen, bilden eine gute wirtschaftliche Grundlage. In den vergangenen Jahren wurden in vielen Ortsteilen neue Freizeiteinrichtungen, wie z. B. das Sportzentrum mit Bürgerhaus, Spiel- und Bolzplätze, Wanderwege, Grillhütten und Dorfhäuser geschaffen. Eine Freizeitanlage mit ca. 7000 m² großem Biotop entsteht im Jahr 1983. Das rege kulturelle und sportliche Leben wird von mehr als 50 Vereinen und Organisationen getragen, die mit vielen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten.

Aufgrund ihrer Lage und Gesamtstruktur erwartet die Gemeinde Neustadt (Wied) auch künftig eine positive Entwicklung.